Fördertechnik für den Basistunnel – Becherwerke für die Aufbereitung von Ausbruchmaterial
Für ein Projekt im Rahmen des Basistunnels zwischen Lyon und Turin lieferte Zuther mehrere leistungsstarke Becherwerke für die Aufbereitung des ausgebrochenen Tunnelmaterials. Die Anlage dient der Weiterverarbeitung des beim Tunnelbau anfallenden Gesteins und stellt hohe Anforderungen an die Fördertechnik.
Insgesamt wurden sechs Gurtbecherwerke installiert, die in zwei parallelen Förderlinien betrieben werden. Jedes der Becherwerke erreicht Auswurfhöhen zwischen 20 und 30 Metern und ist für Förderleistungen von bis zu 375 t/h pro Linie ausgelegt. Gefördert wird gebrochenes Gesteinsmaterial aus Gneis und Granit, das beim Tunnelvortrieb anfällt und in der Aufbereitungsanlage weiterverarbeitet wird. Nach dem Projekt am Gotthardtunnel ist dies jetzt schon das zweite Projekt gleicher Art in kurzer Zeit.
Eine besondere Herausforderung stellte die sehr hohe Materialfeuchte von bis zu 25 % dar. Unter diesen Bedingungen besteht die Gefahr, dass das Material in den Bechern haften bleibt und nicht vollständig ausgetragen wird. Um einen zuverlässigen Förderprozess sicherzustellen, wurden die Becherwerke speziell auf diese Anforderungen ausgelegt. Die Konstruktion gewährleistet eine sichere Materialentleerung auch bei stark haftendem Schüttgut.
Darüber hinaus wurden umfangreiche Verschleißauskleidungen in besonders belasteten Bereichen integriert, um der abrasiven Wirkung des gebrochenen Gesteins langfristig standzuhalten. Die robuste Ausführung der Maschinen sorgt für einen zuverlässigen Betrieb unter den anspruchsvollen Bedingungen einer Tunnelbaustelle.
Unser besonderer Dank gilt allen beteiligten Projektpartnern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Technik.